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24.11.2017 · OTZ online · Christine Schimmel

Geraer für die Stadtentwicklung begeistern


Immer wieder zeigt Volker Tauchert (rechts) Besuchern Beispiele funktionierender Innenstadt. Auch 2018 will er das Thema Stadtentwicklung forcieren. Foto: Peter Michaelis

 

Gera. Der Verein Ja - für Gera ist seit langem mit dem Thema Stadtentwicklung verknüpft. Auch über das 15. Jahr seines Bestehens hinaus möchte er dazu mit den Geraern ins Gespräch kommen. Laut dem Vereinsvorsitzenden Volker Tauchert plant man 2018 eine neue Veranstaltungsreihe, mit der es gelingen soll, noch mehr Menschen ins Boot zu holen, die sich ernsthafte Gedanken über die Zukunft ihrer Stadt machen. „Wir wollen über ausgewählte Musiktitel, die einen Bezug zu Gera und zur Stadtentwicklung haben, die Menschen begeistern, sich mit ihrer Heimatstadt zu beschäftigen“, sagt er und steckt schon mitten in der Planung der sommerlichen Termine, die für Menschen gedacht sind, die über ihre Stadt sprechen wollen. Ein weiteres Stück Identifikationsarbeit also.

 

Tauchert weiß, wie schwer sich vermitteln lässt, dass Stadtentwicklung eine langfristige und komplexe Angelegenheit ist, die noch dazu mit dem Handeln jedes einzelnen Bürgers in Verbindung steht. „Viele glauben, irgendeiner muss das doch mal regeln. Doch dass Stadt funktioniert, daran hat jeder selbst seinen Anteil“, sagt Tauchert und verweist auf den immer weiter zunehmenden Onlinehandel. Alle Geraer fahren gern in andere Städte und erwarten dort funktionierende In­frastruktur, gepflegtes Grün, viele verschiedene Geschäfte und gastronomische Vielfalt. „Aber nicht jeder geht in die Läden seiner eigenen Stadt, kauft vielleicht immer häufiger im Internet, nutzt die Cafés und Restaurants im Zentrum nicht und setzt sich auch nicht in die zahlreichen kleinen Parks wie Vogelinsel, Gustav-Hennig-Platz oder Park der Demokratie“, bedauert der Vereinschef, denn ohne die rege Nutzung seiner Bürger kann eine Stadt nicht funktionieren. 

 

Auch deshalb verbindet er mit der Entwicklung von Geras Neuer Mitte so große Hoffnungen. Sie sei die einmalige Chance, Gera nach Innen und Außen wieder wettbewerbsfähig zu machen. „Eine klug entwickelte Neue Mitte wäre eine Brücke in den oberen Teil der Innenstadt, die wieder mehr Frequenz in das gesamte Zentrum zieht“, ist er überzeugt. 

 

Schon Anfang des Jahres möchten Ja - für Gera, IBA und die Stadt Gera eine neuerliche „KuK an!“-Ausstellung auf die Beine stellen und die Geraer zur Auseinandersetzung mit Geras Neuer Mitte animieren. Daran gekoppelt werden soll eine sogenannte Bürger-Akademie, die in auf sie zugeschnittenen Fachvorträgen Informationen zu allen möglichen Aspekten von Stadtentwicklung vermittelt. „Gemeinsam wollen wir herausfinden, welchen Anforderungen sich die Stadt Gera in Zukunft wird stellen müssen, wie es gelingt, Traditionen zu wahren und trotzdem Neues und Anziehendes zu schaffen“, sagt Volker Tauchert. Das Gera das gelingen kann, zeigen schließlich schon jetzt einzelne Projekte und Geschäfte in der Innenstadt. Das Interesse muss nun auch den Ecken und Straßenzügen gewidmet werden, in denen noch nichtgenug los ist.

 





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